"Manchmal braucht mein Kopf was Leichtes."
Diesen Satz hatte ich in den letzten Tage in einer Sprachnachricht von einer lieben Kundin. Nun möchte ich Dir den Kontext nicht vorenthalten: Letztlich ging es um all die Dinge, die im Alltag unsere Aufmerksamkeit fordern und uns zum Teil ordentlich einspannen können. Es ging aber auch um meine Beiträge auf Instagram, in denen ich die Hundehalter gern sensibilisieren möchte. Und darum, dass sie sich durch dieses Wissen dann sehr oft Gedanken macht, ob nun alles, was sie an ihren Hunden beobachten, eine Untersuchung und Behandlung braucht. Sie empfand meine Beiträge offensichtlich als manchmal zu schwer für ihr Nervensystem, ihr Gedankenkarrussell.
Ich kann das nachvollziehen. Wenn unser Kopf voll ist mit den Dingen aus dem Alltag, dann versucht unser Nervensystem uns in Schutz zu nehmen, bevor irgendwelche Sicherungen durchbrennen. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Bei mir ist das dann Rückzug vom Außen und auch Rückzug vom Konsum digitaler Medien inklusive social media. Dann sind es eben die süßen Katzenvideos oder Videos von Hunden, die das Leben am Strand genießen, die uns dann in dem Moment gut tun.
Aber wichtig ist auch: Zu wissen, was "normal" am eigenen Hund ist und was ein Signal für ein Problem sein kann, ist absolut richtig. Bedenke, dass unsere Hunde wahre Meister im Verstecken von Beschwerden und Schmerzen sind. Ihr Körper versucht vieles lange auszugleichen. Bis er nicht mehr kann. Und dann erscheinen den meisten Hundehaltern die Beschwerden als "plötzlich". Was sie jedoch nur selten sind. Je früher Du Auffälligkeiten beobachtest, desto früher kannst Du gegensteuern. Wenn das nicht lohnenswert ist, weiß ich auch nicht.
Letzter Impuls an dieser Stelle: Du sollst Dich nicht verrückt machen lassen, von dem was Dir auf social media & Co. begegnet. Nimm es in Dein Bewusstsein auf, ruhig und klar. Schau Dir Deinen Hund an und entscheide, ob ihr das Wissen gerade braucht. Wenn nicht, ist doch gut. Begegne den Dingen aus einer klaren Entscheidung heraus, immer im Sinne Deines Hundes. Aber bitte streiche Sätze wie "Früher haben wir das auch nicht gemacht und er ist trotzdem alt geworden."
Es ist nicht das Ziel, möglichst alt zu werden. Es ist das Ziel, möglichst ohne Schmerzen mit größtmöglicher artgerechter Beschäftigung ein Maximum am Lebensqualität zu erreichen. Und ein Hund, der im Stillen kompensiert und Probleme ausbalanciert, ist nicht im Maximum seiner Lebensqualität.
Heute habe ich eine Bitte an Dich: Wenn Du auf social media vertreten bist, unterstütze mich gern. Ich versuche zu wachsen und das ist eine wahre Herausforderung. Du findest mich auf Instagram unter @sanavet_dein_kompass und auf YouTube unter @SanaVetHundegesundheit. Dein Support ist wichtig, denn nur so lernt der Algorithmus, dass mein Content wichtig und sinnvoll ist. ICH DANKE DIR SEHR DAFÜR!
Ich wünsche Dir eine wundervolle Zeit mit Deinem Fellkind und so viel Standhaftigkeit wie möglich in manchmal trubeligen Zeiten im Außen. Suche die Ruhe in Dir. Und in Deinem Hund. Doggy greetings, Sandra
SanaVet | Dein Kompass für ein schmerzfreies und bewegliches Hundeleben



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